Glockenturm der Kirche Lawalde,
Foto von der Südseite

Aus alten Dokumenten wissen wir, dass im Jahr 1495 die Stadt Löbau Eigentümer von Lawalde wurde. Wahrscheinlich errichtete man daraufhin bald eine Kapelle – möglicherweise den Vorgängerbau der heutigen Kirche – und ordnete die Orte Kleindehsa und Lauba mit den Ortsteilen Kötschau und Streitfeld der Kirchgemeinde Lawalde zu.

Heute gehören ca. 800 Menschen zur Kirchgemeinde, die noch dieselben Orte umfasst.

Wenn Sie für Ihren Sonntagnachmittagsausflug Lawalde zum Ziel wählen, werden Sie auf jeden Fall ein Foto mit nach Hause nehmen: nämlich die berühmte Ansicht der Lawalder Kirche mit dem davor stehenden Glockentorturm
von 1698.

Er beherbergt drei Glocken. Sie werden bis heute von Hand geläutet.

Die Kirche Lawalde wurde am 1. Advent 1777 geweiht.

Sie fasst ca. 500 Besucher.

In den letzten Jahren wurden der Originalanstrich der blauen Bretterdecke und die ebenfalls originale Blümchenmalerei an den Emporen restauriert.

Um den freundlichen, in grün, blau und weiß gehaltenen Innenraum der Kirche betreten zu können, lassen Sie sich herzlich zu unseren Gottesdiensten einladen oder melden Sie im Pfarramt (Tel. 03585/404183) Ihren Besuch an.

Hier investiert Europa in den ländlichen Raum:

Einbau eines barrierefreien WC am Glockenturm in Lawalde

 

Am historischen Glockenturm in Lawalde wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert eine Toilettenanlage mit Trockentoiletten angebaut. Diese besteht aus drei Trockenbecken, die teilweise aus Holz sind und den hygienischen Anforderungen in unserer Zeit keineswegs mehr entsprechen.

Die Türen sind so eng, dass gehbehinderte Personen keinen oder nur sehr schwer Zugang finden. Für Rollstuhlfahrer gibt es keinen Zugang.

Jährlich besuchen ca. 2.500 Personen die Gottesdienste. Dazu kommen Konzerte und Vorträge zu verschiedensten Themen. Ohne eine Toilette in der Nähe ist für manche Menschen die Teilnahme an Veranstaltungen in der Kirche nicht möglich. Ein WC befindet sich im Pfarrhaus, das in 300 m Entfernung zur Kirche (Schönbacher Str. 5) liegt und nur durch Überquerung einer Straße zu erreichen ist. Die Länge des Weges und die Gefahren durch die Kreuzung an der Rosenstraße sind für Kinder und alte Personen unzumutbar, so dass wir unbedingt ein WC neben der Kirche benötigen.

Andere Standorte für ein WC, z. B. in der Kirche, wurden gemeinsam mit Herrn Baupfleger Preiß geprüft, sind aber baulich nicht durchführbar.

Daher haben wir uns für einen Umbau entschlossen und um Förderung durch EPLR beworben.

Die bauliche Hülle der vorhandenen Toilettenanlage wird erhalten. Statt der zwei Eingangstüren wird eine für Rollstuhlfahrer passierbare Tür eingebaut. Der Zugang wird während der Veranstaltungen offen sein. Die Nutzung ist dann nicht mehr getrennt männlich/ weiblich möglich, sondern gemischt-geschlechtlich mit integriertem Baby-Wickelplatz. Das neu entstehende WC ist somit barrierefrei und entspricht den hygienischen Standards.

Diese Projekt wird gefördert durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (EPLR). Wir sind sehr dankbar, dass unser Vorhaben in das „Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014-2020“ aufgenommen wurden. Das Entwicklungsprogramm ist ein Teil von LEADER.

LEADER steht für "Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein Methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume.

Die Europäische Union unterstützt seit 1991 mit dem LEADER-Ansatz modellhafte Projekte im ländlichen Raum. In den sogenannten LEADER-Regionen können die Menschen Prozesse vor Ort mitgestalten. Lokale Aktionsgruppen (LAGs) bestimmen den LEADER-Prozess und sind damit Motor der regionalen Entwicklung. (zitiert von der Seite: https://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/regionen/leader/)